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Naturparkschule

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Von Schafen und Wolle - erste Aktion der Naturparkschule Lauterbach im neuen Schuljahr


Auch wenn es draußen stürmt und schneit, im Klassenzimmer der zweiten Klasse der Naturparkschule Lauterbach ist der Frühling mit seinen leuchtend bunten Blüten eingekehrt.

Schon vor Wochen sind die frischgebackenen Zweitklässler in den Sulzbach gewandert. Ziel war die Schafweide von Carolin Weiß mit ihren kleinen bretonischen Bergschafen. Zuerst waren die Schafe etwas erschrocken und haben sich vor den begeisterten Schülern in Sicherheit gebracht aber nach und nach wurden sie dann doch zutraulicher und ließen sich füttern und manche sogar ganz vorsichtig streicheln.

Die Schüler kamen natürlich wie immer nicht ganz unvorbereitet und hatten eine Menge Fragen an Frau Weiß. Wie alt werden die Schafe, wie viel Junge bekommen sie und wie oft und warum muss man die Schafe scheren? Aber auch Carolin Weiß hat sich gut vorbereitet und ganz viele Dinge ausgebreitet. Da gibt es gewobene Teppiche, eine gestrickte Jacke und flauschige gekämmte Wolle –alles aus der Wolle ihrer Schafe! Eine dicke Rolle der gekämmten Schafwolle bekommen die Schüler dann sogar mit in die Schule. Was daraus wohl entstehen soll?

Susanne Breuling löst das Rätsel. Die Filzerin aus Schramberg hat im Klassenzimmer viele unterschiedliche Dinge aufgebaut und der dicke Wollknäuel von Carolin Weiß ist auch dabei. Frau Breuling ist überrascht was die Schüler noch alles über die Schafe wissen und erzählt dann, was nach dem Scheren der Schafe mit der Wolle geschieht. Sie hat einen Arm voll ganz frischer Wolle dabei, die direkt vom Schaf kommt und auch noch ziemlich stark nach Schaf riecht aber auch schon fein gekämmte und gesponnene Wolle. Die Schüler dürfen alles anfassen und beschnuppern und sogar selbst Wolle zupfen, um sie dann durch die Carde zu drehen und damit zu kämmen. Diese fein gekämmte Wolle kann dann so zum Spinnen und Weben verwendet werden.

Nach der großen Pause geht es dann aber für die Schüler selbst ans Werk: der trübe Novembertag soll durch viele bunte Blüten aufgehellt werden. Dazu wird zuerst die Wolle -es ist die Wolle der Sulzbacher Schafe- für den Stiel mit Wasser und Seife ganz fest gerollt. Dann darf sich jeder Schüler aus vielen bunten Farben eine Blüte zusammenstellen. Die Blüte zu filzen ist dann leicht, diese dann aber mit dem Stiel zu verbinden, ist eine echte Herausforderung. Die Klasse ist mit großem Eifer bei der Sache und so entsteht nach und nach eine wunderschöne bunte Blüte nach der anderen. Natürlich darf dann jeder seine einmalige Blüte mit nach Hause nehmen.

Das war eine tolle Aktion und die Schüler stellen fest, dass Schafe nicht nur wichtig sind, um die Wiesen um Lauterbach herum zu beweiden, sondern dass man auch mit der Wolle der Schafe ganz viele tolle Sachen machen kann.

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15. November 2019



Zertifizierungsfeier zur Naturpark-Schule


Das Netzwerk der Naturparkschulen hat ein neues Mitglied gewonnen: Die Grundschule Lauterbach wurde vom Verband Deutscher Naturparke zertifiziert.

Damit ist sie die neunte Naturparkschule im gesamten Naturpark und die zweite Grundschule im Landkreis Rottweil, die moderne Heimatkunde in ihren Lehrplan integriert.

Bei der Auszeichnungsfeier im Gemeindehaus überreichte Siegfried Scheffold, Bürgermeister von Hornberg und stellvertretender Vorsitzender des Naturparks, eine Urkunde und Plakette mit der Aufschrift »Naturpark-Schule« an Rektorin Sandra Winterhalter und Bürgermeister Norbert Swoboda.

Moderne Heimatkunde integrieren
Die Naturparkschulen seien ein wichtiger Baustein des Naturparks. Die Kinder würden schon früh für die Einzigartigkeit der Natur und Umwelt in ihrer unmittelbaren Umgebung sensibilisiert und bekommen Gestaltungskompetenzen vermittelt, so dass sie ihre Zukunft im Naturpark aktiv mitentwickeln können, erklärte Scheffold.

Das Projekt Naturparkschule Lauterbach sei schon länger im Gespräch gewesen und durch Aushilfslehrer Hans-Kurt Rennig erneut ins Rollen gebracht und nun umgesetzt worden, so Swoboda.

»Wir können stolz sein, dass wir so tolle Rahmenbedingungen für eine schöne und angenehme Schulzeit für Kinder und Lehrer erreichen konnten«, sagte der Lauterbacher Bürgermeister. Begleitet und unterstützt wurde die Grundschule von Manuela Riedling vom Naturpark bei der Antragsstellung sowie der Erarbeitung des Konzepts.

Vier Unterrichtsmodule, die von Projektmanagerin Susanne Kopf entwickelt wurden, haben die Grundschüler im vergangenen Schuljahr in Kooperation mit außerschulischen Partnern absolviert, erklärt Sandra Winterhalter.

So wurden die Erstklässler zu »Wiesenforschern« und legten mit dem Obst- und Gartenbauverein Lauterbach eine Blumenwiese an. Die zweite Klasse entdeckte bei einem spannenden Ausflug den heimischen Wald mit Förster Holger Wöhrle und wurde beim Müllsammeln auch auf die Empfindlichkeit des Ökosystems aufmerksam gemacht. Einblick in den Wasserkreislauf und die Trinkwasserversorgungen bekamen die Drittklässler bei ihrem Besuch des Hochbehälters sowie bei der »Kleinen Kinzig«.

Umweltverschmutzung ist ebenfalls ein Thema
Durch Schwarzwaldmaler Wilhelm Kimmich lernte die vierte Klasse die Kunst ihrer Heimatregion kennen und durfte sich selbst im Malen von heimischen Orten versuchen. Auch für dieses Schuljahr sind weitere Module geplant, zwei davon stehen bereits fest: Die erste Klasse wird das Thema Imkerei und Honigbiene im Unterricht behandeln, Klasse zwei wird sich mit Schafen beschäftigen. Für die Dritt- und Viertklässler ist vorgesehen, dass sie ihre Themen vertiefen und dabei globale Perspektiven miteinbeziehen.

Ziel ist es, dass pro Klassenstufe je zwei Module durchgeführt werden, die die Kinder im Unterricht mit ihren Klassenlehrern vor- und nachbereiten.

Eine Naturparkschule zu werden, sei die richtige Entscheidung gewesen, die den Unterricht bereichere und ihm eine neue Tiefe und Qualität verleihe, meinte Sandra Winterhalter. Im Anschluss stellten die Schüler ihre Module vor: Die Erstklässler wiesen in ihrem kleinen Theaterstück, bei dem einige Spaziergänger ihren Müll im Wald liegen ließen, auf die Umweltverschmutzung hin.

Die zweite und dritte Klasse bewies ihre musikalischen Fertigkeiten. So sangen die Zweitklässler ein Lied über eine »Wunderschöne Wiese« und die Drittklässler das Lied »Der Baum des Lebens«.

Die vierte Klasse rundete die Veranstaltung mit dem Gedicht »Das Wasser« von James Krüss ab.


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Sie freuten sich über die Naturparkschule (von links): Erster Landesbeamter Hermann Kopp, Bürgermeister Norbert Swoboda, Rektorin Sandra Winterhalter, Siegfried Scheffold, stellvertretender Vorsitzender Naturpark Schwarzwald Mitte-Nord und Jan Schneemann vom Staatlichen Schulamt Donaueschingen.

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08. November 2019, Text: Schwarzwälder Bote/Madlen Brüstle



Die Wiesenforscher sind unterwegs!


Heute wird das Klassenzimmer für die Erstklässler ins Grüne verlegt! Los geht’s mit einem kurzen Spaziergang den steilen Waldweg hinauf zum Pavillon. Von dort aus haben wir einen schönen Blick über Lauterbach und es gibt einen tollen Kletterbaum, der auch gleich von uns erobert wird. Dann geht’s aber weiter auf die Wiese des Obst- und Gartenbau Vereins, wo wir schon von Herrn Maurer und Frau Moosmann erwartet werden. Es gibt viel zu sehen hier, Obstbäume, ein Insektenhotel, Beete und Beerenhecken, ein Gartenhaus und viele Blumen und Insekten.

Der Apfelbaum hat dieses Jahr mächtig unter der Trockenheit gelitten und wird vielleicht sogar einige der noch ganz winzigen Äpfelchen abwerfen, wenn es weiter so trocken bleibt. Ein paar Tage Regen helfen da leider nicht bedauert Herr Maurer.

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Nach einem Rundgang durch den Garten werden wir in zwei Gruppen eingeteilt und bekommen „unsere“ Entdeckerwesten! Die sind super –und wenn man genau in den Taschen nachschaut finden wir auch noch zwei Lupen!

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Nun können wir unsere Umgebung noch viel besser erkunden!

Zuerst aber „Gruppenarbeit“: Eine Gruppe geht mit Herrn Maurer und Frau Moosmann zu den Beeten. Dort steht schon Werkzeug bereit und wir bekommen erklärt wie wir selbst eine Blumenwiese anlegen können. Da wird gerecht und aufgelockert, Samen verteilt –aber schön gleichmäßig bitte!- und festgeklopft und angegossen.

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Wenn die Blumenwiese gewachsen ist, gibt sie Nahrung für viele Insekten, wie zum Beispiel den Schmetterlingen die wir in unserem Klassenzimmer bei ihrer Entwicklung beobachtet haben.

Die Andere Gruppe macht sich auf die Suche nach Blättern und Gräsern, die dann in eine Pflanzenpresse gepackt werden.

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In der Schule können wir daraus schönes „Pflanzenpapier“ herstellen. Es ist klasse, dass wir so etwas von der Wiese mit ins Klassenzimmer nehmen können. Wir achten darauf, dass wir nur Blätter oder Blüten abpflücken die sehr häufig vorkommen, um den Insekten nicht ihre Nahrung wegzunehmen.

Leider ist die Zeit dann schon um, noch ein Gruppenbild mit Entdeckerweste

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und dann geht es auf dem schönen Waldweg wieder zurück zur Schule. Das war ein anstrengender aber auch ganz toller Ausflug!


03. Juli 2019



Auf den Spuren des Trinkwassers


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Nun sind die Drittklässler der Grundschule Lauterbach nicht mehr zu halten! Endlich dürfen auch sie raus aus der Schule und auf dem Weg zur Naturparkschule ihre Umgebung entdecken.

Das Ziel für die Klasse ist der Wasserhochbehälter an der Heiligenmatte. Dort wollen die Schüler dem Wasser auf den Grund gehen. Dem Wasser, das einfach so ganz selbstverständlich aus dem Wasserhahn kommt. Wo kommt es her, wie kommt es zu uns ins Haus, wie lange ist es unterwegs? Es gibt viele Fragen und Stefan Wälde von den Stadtwerken Schramberg, die die ganzen Anlagen und das Rohrnetz betreuen, hat alle Hände voll zu tun, um die interessierten Schüler zu informieren.

Für die Trinkwasserversorgung in Lauterbach werden vier Quellen genutzt. Über Hochbehälter und Pumpwerke wird das Wasser in ein Netz aus Rohren geleitet und so über Lauterbach verteilt. Dabei ist das Wasser mindestens 50 Tage in der Erde unterwegs bevor es für die Lauterbacher als Trinkwasser aufbereitet, also gereinigt wird. Dann dauert es noch einmal 3 Tage vom Hochbehälter in das Ortsnetz und in die Küchen und Badezimmer der Häuser. Das ist ein ganz schöner Aufwand und alle sind fasziniert von all den Rohren, den Behältern und den Apparaturen, mit denen diese Vorgänge von Herrn Wälde und seinen Kollegen kontrolliert werden.

Auf dem Rückweg zur Schule geht es dann durch die herrlichen Blumenwiesen an der Heiligenmatte und da begegnen die Schüler den Junikäfern. Überall fliegen und krabbeln die kleinen Insekten, alle sind begeistert! Da hätten die Junikäfer am Ende dem Wasser fast noch die Show gestohlen. Aber nur fast, denn spätestens wenn es dann abends ans Duschen oder Zähne putzen geht, ist doch jeder froh darüber, dass das Wasser einfach nur so aus dem Hahn kommt.

Aber das war noch nicht alles! Die Klasse macht noch einen zweiten Ausflug, denn nicht jeder hat so viel Glück wie die Lauterbacher, die ihre eigenen Quellen zur Trinkwasserversorgung nutzen können. Was machen denn die ganzen anderen Leute in den Städten zum Beispiel? Mit dieser und vielen anderen Fragen macht sich die dritte Klasse auf nach Reinerzau zum Wasserzweckverband „Kleine Kinzig“. Schon an den Gebäuden sieht man: das ist alles viel größer als in Lauterbach. Na ja, es werden mit dem Wasser der „Kleinen Kinzig“ ja auch viele Gemeinden mit Trinkwasser versorgt, erklärt Herr Kübler, der die Klasse durch die Anlage führt. Insgesamt 250.000 Einwohner bekommen ihr Wasser aus dem Stausee, der über drei Bäche und unzählige kleine Gewässer gespeist wird. Aber keine Sorge, diese Gewässer liegen alle in dem dichten Wald, der um den See wächst und baden darf in dem riesigen „Trinkwasserbehälter“ auch niemand.

Nun haben die Schüler aber genug gehört und wollen den See mit eigenen Augen sehen. So haben sich die meisten das dann aber nicht vorgestellt: Erst einmal geht es durch einen langen kalten Gang unter dem Damm und dem See hindurch in den Entnahmeturm. Dort sieht man all die dicken Rohre, in denen das Wasser abgeleitet wird und eine Treppe. Diese Treppe muss nun erklommen werden. Da wird es allen wieder warm und dem einen oder anderen auch ein bisschen mulmig. Immerhin, der Turm ist 75 Meter hoch und ganze 351 Stufen führen zum Ausguck. Aber der Aufstieg hat sich gelohnt, der Ausguck befindet sich hoch über dem See und mitten drin! Da wird es schon noch einmal ganz deutlich, was es bedeutet, aus all diesem Wasser reines sauberes Trinkwasser herzustellen, das jeder bedenkenfrei direkt aus dem Wasserhahn trinken kann.

Ganz sicher sehen die Schüler der dritten Klasse nach diesen Ausflügen das Wasser, das wir so ganz selbstverständlich jeden Tag verbrauchen, mit ganz anderen Augen an.




03. Juli 2019



Auf den Spuren von Wilhelm Kimmich


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Da staunen die Viertklässler der Grundschule Lauterbach nicht schlecht, für sie alleine wurden die Türen der Galerie Wilhelm Kimmich geöffnet und nun stehen sie im Lager inmitten unzähliger Bilder in allen Größen.

Die Lauterbacher Schüler und Lehrer sind wieder unterwegs Richtung Naturparkschule und dieser Weg führt sie heute auf die Spuren des Schwarzwaldmalers Wilhelm Kimmich. Unterstützt werden sie dabei von der Kunsthistorikerin Ulrike Hoffmann, die den Schülern zuerst Wilhelm Kimmich als Mensch und Maler vorstellt und anschließend durch die Räume mit den Gemälden führt.

Manch einer mag sich fragen: Was hat denn Kunst mit Naturparkschule zu tun? Sehr viel, wie auch Bürgermeister Norbert Swoboda, der es sich nicht nehmen lässt die Schüler in der Galerie selbst zu begrüßen, betont. Wer ein Bild malen will, muss sehr aufmerksam sein und sein Motiv sehr genau betrachten und da bietet die Natur rings um Lauterbach wunderschöne Motive in Hülle und Fülle.

Der vor mehr als 120 Jahren geborene kleine Wilhelm hat schon im Alter von 10 Jahren als Hirtenbube arbeiten müssen und sich das Malen bereits sehr früh selbst beigebracht. Mit zwölf Jahren hat er mit dem Zeichnen begonnen und wurde im Laufe der Zeit zum berühmten Künstler und Lauterbacher Ehrenbürger. Er hat seine Heimat und die Natur geliebt und diese und die Menschen in zahlreichen Bildern festgehalten.

Diese Bilder werden von den Schülern fasziniert betrachtet: Ist das alles Kunst? Manche Bilder sehen so gar nicht fertig aus, andere sind dagegen so genau gemalt, dass man meinen könnte sie seien fotografiert. Vor allem die Kinderbilder werden genau unter die Lupe genommen aber auch die Katzen und die Blumensträuße und natürlich die schöne Landschaft, die vielen so bekannt vorkommt.

Die Schüler sind gut auf den Besuch in der Galerie vorbereitet und wissen schon sehr viel über den berühmten Lauterbacher. Einige Fragen habe sie aber dann doch noch: Hatte Wilhelm Kimmich denn auch Geschwister? Welches waren seine Lieblingsfarben und Motive? Hatte er viele Freunde? Ulrike Hoffmann kann fast alle Fragen beantworten, bei dem großen Interesse an der Person des Malers, muss jedoch auch sie noch das eine oder andere recherchieren.

Nun geht es aber raus in die Natur! Die Gruppe wandert Richtung Sulzbach, ihr Ziel ist die Winterbauernhofmühle. Schon unterwegs werden d ie Blicke geschärft: Wie würde man den Hang an der Heiligenmatte ganz kurz skizzieren? Ist das Wasser im Bach wirklich blau und wie bekommt man das mit der Strömung und den kleinen Stromschnellen hin? Das werden wir später selbst noch ausprobieren verspricht Frau Hoffmann.

An der Mühle angekommen ist es leider zu nass, als dass man draußen malen könnte, deshalb improvisieren die Schüler und machen erst mal eine Skizze. Das kann ruhig ganz geschwind gehen, sie dient nur als grobe Vorlage für das spätere Bild.

Mit Herrn Winterhalter dürfen dann alle noch einen Blick in das Innere der alten Mühle werfen und dann geht es zurück in die Schule. Dort wird es noch einmal ganz spannend: Jeder bekommt eine Leinwand, ein Stückchen Zeichenkohle und eine Platte mit Farben ausgehändigt und alle dürfen sich nun selbst als Künstler fühlen. Mucksmäuschenstill ist es, alle sind mit Pinsel und Spachtel und den vielen bunten Farben beschäftigt. Jeder bringt seine ganz eigene Mühle auf die Leinwand. Wunderschöne und total unterschiedliche Bilder sind das Ergebnis dieses Vormittags und die Schüler sind sich einig: Das hat riesigen Spaß gemacht!




14. Mai 2019



Die Waldentdecker sind unterwegs


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Ausgerüstet mit festen Schuhen, warmen Jacken und einem Vesper, brechen die Zweitklässler der Grundschule Lauterbach auf, um den heimischen Wald zu entdecken und zu erforschen.

Nachdem die Kooperationsvereinbarung von Bürgermeister Norbert Swoboda, Schulleiterin Sandra Winterhalter und Manuela Riedling vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord vergangene Woche unterzeichnet wurde, kann es jetzt los gehen! Mit zahlreichen Unternehmungen werden die Schüler ab jetzt ihre Heimat erkunden aber auch einen Blick in die weitere Region werfen.

Schon am Treffpunkt an der Schule stellen alle fest: wir wohnen ja eigentlich alle irgendwie im Wald. Grund genug den Wald einmal genauer zu betrachten. Da ist zum Beispiel ein Gleichgewicht ganz wichtig, sagt Holger Wöhrle gleich zu Beginn und demonstriert das auch ganz deutlich. Alle versammeln sich an einem Baumstamm, der am Waldboden liegt und vermodert. Das ist nicht einfach so Abfall den man wegräumen muss, erklärt der Revierförster und lässt alle an dem Stamm riechen. Der Stamm duftet intensiv nach Erde und das ist auch seine Bestimmung: er wird verrotten und dann wieder zu Erde, in der dann neue Pflanzen wachsen können. Ganz anschaulich wird das beim Sammeln von am Boden liegenden Eicheln, die schon bereit sind, um im Waldboden Wurzeln zu schlagen. Das ist ja ein richtiger Kreislauf, stellen die Schüler erstaunt fest.

Erstaunt sind die Schüler allerdings auch über die Menge an Müll die sich im Wald ansammelt. Immer wieder ertönt der Ruf: Müll und es wird wieder eine Flasche, eine Dose oder etwas aus Plastik eingesammelt. Dieser Müll verrottet nicht und passt deshalb auch nicht in den natürlichen Kreislauf. Für viele Tiere ist das sogar richtig gefährlich, macht Holger Wöhrle deutlich.

Zum Glück wird auch viel anderes Interessantes entdeckt: Da gibt es zum Beispiel viele unterschiedliche Pflanzen im Wald. Die genaue Anzahl der verschiedenen Pflanzen kann auch Holger Wöhrle nicht nennen aber er weiß, dass man viele Pflanzen am Geruch oder sogar am Geschmack erkennen kann. Da sind zum Beispiel die Douglasie mit ihrem Duft nach Zitrone, Mandarine und Grapefruit, der Faulbaum der eher nach Zwiebeln riecht und die Buche, deren Knospen nach Nuss schmecken.

Auch die Schüler haben sich im Unterricht gut auf die Walderkundung vorbereitet und löchern den Revierförster mit unzähligen Fragen. Fazit ist: Der Wald ist ein spannender Ort, wo es viel zu entdecken gibt und deshalb wollen alle wieder gemeinsam losziehen und den Wald zu einer anderen Jahreszeit erneut erkunden. Ermöglicht wird das Projekt durch eine Förderung des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord und die Unterstützung der Gemeinde Lauterbach.




10. April 2019





Aufbruch zu neuen Ufern beginnt: Vereinbarung für Naturpark-Schule ist unterzeichnet


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Die Tinte unter der Kooperationsvereinbarung ist nun trocken: Schulleiterin Sandra Winterhalter, Bürgermeister Norbert Swoboda und Umweltpädagogin Manuela Riedling vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord unterzeichneten die Vereinbarung, womit dem Startschuss nichts mehr im Wege steht. Bereits am 05.04.2019 beginnt die erste Aktion unter dem Motto „Waldentdecker unterwegs“ mit dem Revierförster.

Projektleiterin Susanne Kopf von der Leader-Geschäftsstelle knüpft die Kontakte mit externen Partnern und unterstützt die Lehrkräfte bei diesem Sprung ins kalte Wasser. Zudem werden diese fortgebildet.

Die Grundschule Lauterbach ist nach der Hans-Holzwarth-Schule in Dornhan die zweite Naturpark-Schule im Kreis Rottweil. „Der Unterricht soll praxisnaher werden“, sagt die Schulleiterin über die Ziele mit der Einrichtung der Naturpark-Schule. So soll beispielsweise das Thema Wald nicht nur im Klassenzimmer behandelt werden, sondern direkt vor Ort. Die Heimat- und Umweltbildung soll das Bildungsangebot erweitern.

Erweitert wird das Ganze außerdem um die Sparte Kultur. Hier kommt beispielsweise die Galerie Wilhelm Kimmich ins Spiel. „Wie sah Lauterbach in der Kindheit von Wilhelm Kimmich anfangs des 20. Jahrhunderts aus und wie sieht der Ort im Vergleich dazu heute aus?“, könnte eine Frage sein.

Den Anstoß für die Bewerbung um eine Naturpark-Schule in Lauterbach gab es im vergangenen Schuljahr. Damals war Vertretungslehrer Hans Kurt Rennig an der Schule tätig. Er legte viel Wert auf die Natur. Beispielsweise wurden damals Apfelbäumchen auf dem Imbrand gepflanzt. So etwas wollte man auch künftig fortführen.

„Wir brauchen keine Plaketten und Auszeichnungen, es muss vielmehr bei den Kindern etwas ankommen“, formuliert Sandra Winterhalter das mit der Naturpark-Schule verbundene Ziel. Das Ganze soll vielseitig und fächerübergreifend sein. Die Heimat soll mit anderen Augen wahrgenommen werden. Ein Beispiel: „Eine steile Wiese mäht sich nicht von alleine. Die Kinder sollen darauf aufmerksam werden, wie so etwas geschieht“.

Auch Bürgermeister Norbert Swoboda freut sich über die neue Einrichtung: „Das hat eine gute Außenwirkung und spricht für einen attraktiven Schulstandort“, sagt er. Zudem sei das Gebäude saniert und die Schule nach dem Abschluss aller Arbeiten in einem sehr guten Zustand. Das könne in Kombination mit der Naturpark-Schule in Zeiten des Lehrermangels durchaus auch Pädagogen nach Lauterbach locken. Das Klassenzimmer bleibt aber natürlich nicht dauerhaft leer. Vielmehr wird das Gesehene im Unterricht nachbereitet und auch schon davor geht es in der Theorie um bestimmte Themen, die dann vor Ort erkundet werden.




09. April 2019, Text: Martin Dold|Schwarzwälder Bote



Wir sind auf dem Weg ...


Seit 2015 gibt es das Projekt „Naturparkschule“ im Naturpark
Schwarzwald Mitte/Nord.

2018 haben wir uns auf den Weg gemacht und die ersten Module starten
im Frühjahr 2019. Weitere Informationen werden folgen.

>> Hier geht es direkt zum Projekt Naturparkschulen
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19. Februar 2019




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